Urteils-Archiv des Jahres »2011«
Hier finden Sie alle Urteile des Jahres 2011.
Mietspiegel: 3-Familienhaus und 3 Wohnungen sind nicht gleichrangig
Einem am 28.07.2011 ergangenen Urteil des Landgerichts Frankfurt/Main (LG) zufolge darf die ortsübliche Vergleichsmiete für ein einheitlich vermietetes Dreifamilienhaus nicht mittels Addition der Vergleichsmieten für drei einzelne, zusammen gleichgroße Wohnungen berechnet werden (Az.: 2-11 S 349/10).
Winterdienst: Gericht bejaht unzumutbare Belastung der Erdgeschossbewohner
Aus einem Urteil des Amtsgerichts Köln (AG) vom 14.09.2011 geht hervor, dass Erdgeschossbewohner im Zusammenhang mit dem Winterdienst nicht unangemessen benachteiligt werden dürfen (Az.: 221 C 170/11).
Betriebskostenpauschale: Vermieter muss tatsächliche Höhe der Nebenkosten nicht nennen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem am 16.11.2011 ergangenen Urteil entschieden, dass der Mieter im Falle einer Betriebskostenpauschale keine Auskunft über die wirkliche Höhe der Nebenkosten einfordern kann (Az.: VIII ZR 106/11).
Kinderpiratenflagge ist zulässiger Sichtschutz
Das Landgericht Chemnitz (LG) hat die Rechte der Mieter mit einem am 25.10.2011 ergangenen Urteil gestärkt. Demnach darf der Vermieter die Nutzung einer Kinderpiratenflagge als Sichtschutz für ein Fenster nicht verbieten.
“Weißen” ist unzulässige Farbvorgabe
Aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21.09.2011 geht hervor, dass eine Mietvertragsklausel, welche eine Verpflichtung zum “Weißen” der Wände enthält, unwirksam ist (Az.: VIII ZR 47/11).
Betriebskostenanpassung: Sicherheitszuschlag ist unzulässig
Einem am 28.09.2011 ergangenen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zufolge darf der Vermieter im Rahmen der Betriebskostenanpassung keinen Sicherheitszuschlag in Höhe von 10 Prozent erheben (Az.: VIII ZR 294/10).
ältere News des Jahres »2011«
- Funkbasierte Ablesegeräte sind rechtens
- Verlängerung der Abrechnungsperiode ist zulässig
- Anwohner müssen Windkraftanlagen hinnehmen
- Von außen zugängliche Briefkästen sind keine Pflicht
- Eigenbedarfskündiguung: BGH stellt keine großen Anforderungen
- Anwohner müssen Orgelmusik ertragen
- Vermieter braucht Kohleofen nicht überprüfen
- Fehlende Papiertonne kein Minderungsgrund
- Unpünktliche Mietzahlungen rechtfertigen Kündigung
- An die Klingel gekoppeltes Videoauge ist rechtens
- Anspruch auf Einsicht in Abrechnungsbelege am Ort des Mietobjekts
- Kein angeketteter Kinderwagen im Treppenhaus
- “Wie besichtigt übernommen”: Bei Schimmelbefall wird der Erfüllungsanspruch nicht berührt
- Mietminderung wegen übermäßigem Kaltwasservorlauf ist rechtens
- Untervermietung: Fehlende Erlaubnis führt nicht zwingend zur Kündigung
- Mietkaution muss immer verzinst werden
- Voll möblierte Wohnung: Wohnflächenabweichung ist Minderungsgrund
- Fehlende Ankündigung: Modernisierungskosten dürfen trotzdem zur Mieterhöhung führen
- Warmmiete auch bei vorzeitigem Auszug
- Vermieter darf keine Wandfarbe vorschlagen
- Kein Recht zur Mietminderung bei Stromsperre durch den Versorger
- Korrektur der Betriebskostenabrechnung nach Guthaben-Auszahlung ist rechtens
- Mieter darf Hausrat lagern
- Schimmelpilzbildung berechtigt zur Minderung
