Kein Schadensersatz bei Versäumnis – Mieter müssen dem Vermieter Schäden melden

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Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichtes (OLG) Düsseldorf vom 12. August 2008 (Az.: I-24 U 44/08), müssen Mieter von Wohn- oder Gewerberäumen dem Vermieter dort auftretende Schäden melden.

Konkret ging es in der Streitsache darum, dass eine Mieterin auf dem schadhaften Bodenbelag der Mietimmobilie ausgerutscht und schwer gestürzt war. Daraufhin war der Vermieter von der Frau auf Schadensersatz verklagt worden.

Das OLG folgte der Argumentation des Beklagten, dass er nicht ständig in den Wohnungen nach dem Rechten sehen könne, ohne damit die Mieter in ihren Rechten zu stören. Daher obliege es den Bewohnern, ihn auf Schäden hinzuweisen, damit er deren Behebung veranlassen könne. Wie die Vorinstanz, das Landgericht Kleve, das die Klage der Mieterin bereits mit seinem Urteil vom 11. Januar 2008 (Az.: 1 O 211/07) abgewiesen hatte, sah auch das OLG den Vermieter nicht in der Verantwortung.

Aufgrund des Umstandes, dass der Bereich, in dem die Schäden am Bodenbelag aufgetreten waren, vollständig zur Nutzung der Klägerin überlassen worden war, hatte auch bei ihr die Verantwortung dafür gelegen, diese dem Beklagten zur Kenntnis zu bringen und zwar insbesondere deswegen, da die Schäden im Laufe des Mietzeitraumes durch Abnutzung seitens der Bewohner entstanden waren.