Summe der Mietkaution ist auf drei Monatskaltmieten beschränkt

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Die Höhe der Mietkaution, die ein Vermieter verlangen darf, ist gesetzlich auf drei monatliche Kaltmieten begrenzt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Kaution in bar oder durch eine Bürgschaft über den entsprechenden Betrag geleistet wird. Die Kaution darf sich auch aus beiden Formen zusammensetzen, immer vorausgesetzt, dass die sich daraus ergebende Summe die Höhe von drei Monatskaltmieten nicht übersteigt.

In dem Fall, der vor dem Landgericht Berlin am 9. Februar 2007 unter dem Aktenzeichen 65 T 26/07 verhandelt wurde, ging es darum, dass eine Vermieterin als Mietkaution neben der Barzahlung für drei Monatsmieten zusätzlich eine Mietbürgschaft in derselben Höhe verlangt und von der Mutter der Klägerin auch erhalten hatte.

Als die Mieterin nachträglich von der Beschränkung der Kautionssumme auf höchstens drei monatliche Kaltmieten erfuhr, verlangte sie von der Vermieterin die Herausgabe der Bürgschaftsurkunde.

Die Vermieterin behauptete zuerst, die Urkunde an den neuen Immobilieneigner weitergeben zu haben, fügte ergänzend hinzu, dass ihr die Bürgschaft zusätzlich zur Barkaution von der Mutter angeboten worden war und änderte später die Aussage dahingehend, dass sie das Schriftstück niemals erhalten habe.

Das Berliner Landgericht glaubte den Ausführungen der Beklagten aufgrund der Widersprüche jedoch ebenso wenig wie das Amtsgericht und bestätigte das Urteil der Vorinstanz auch in Hinblick darauf, dass die Kosten des Verfahrens von der Beklagten zu tragen seien.