Mieter müssen Handwerker Termine tagsüber akzeptieren

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Nach einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Lichtenberg müssen Mieter tagsüber Termine von vom Vermieter bestellten Handwerkern zu üblichen Arbeitszeiten akzeptieren und dürfen diese nicht mit einem pauschalen Verweis auf ihre Berufstätigkeit ablehnen.

Im vorliegenden Fall wollte der Vermieter die Ablesung der Heizkosten auf Funk umstellen und beauftragte einen entsprechenden Betrieb mit der Umstellung. Die Arbeiten kündigte er bei den Mietern mit einer Frist von zwei Wochen an. Der Termin sollte an einem Werktag in der Zeit von 10.00 bis 18.00 stattfinden. Ein Mieter wollte dies jedoch nicht akzeptieren und verwies auf seine Berufstätigkeit, wonach es ihm vor 18.00 nicht möglich sei, diesen Termin wahrzunehmen.

Die Begründung zur Ablehnung des Handwerker-Termins ließ das Amtsgericht nicht gelten und verwies darauf, dass der Mieter den beauftragten Handwerker zu dem vorgeschlagenen Zeiten dulden muss. Eine pauschale Ablehnung unter Berufung auf die Berufstätigkeit scheide aus. Nur in Einzelfällen  seien hier Ausnahmen möglich, beispielsweise bei einem neu aufgenommenem Arbeitsverhältnis mit Probezeit oder vor wichtigen Prüfungen des Mieters. Entsprechende Gründe konnte der Mieter im verhandelten Fall jedoch nicht vorweisen.

Amtsgericht Berlin-Lichtenberg (Az.: 18 C 366/13)