Vermietung an Angehörige: Zu niedrige Miete bedeutet Einbußen beim Werbungskostenabzug

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Wenn bei einer Vermietung an nahe Angehörige die Miete nicht mindestens 56% der ortsüblichen Miete beträgt, so muss mit einer anteiligen Streichung des Werbungskostenabzugs für die vermietete Immobilie gerechnet werden. So entschied das Finanzgericht Hessen (FG) mit Urteil vom 17.11.2009 (Az.: 5 K 3027/07).


Im konkreten Fall begründete der Vermieter den niedrigen Mietzins damit, dass ein erheblicher Wasserschaden nicht repariert worden sei. Dennoch wurde der Werbungskostenabzug von Seiten des Finanzamts anteilig gekürzt. Die hiergegen gerichtete Klage des Vermieters hatte allerdings vor Gericht keinen Erfolg.

Das FG führten stellte klar, dass die Ursachen für eine derart unter der Ortsüblichkeit liegenden Miete nicht von Belang sind. Falls bei einer Vermietung an nahe Angehörige die Miete nicht mindestens 56% der ortsüblichen Miete beträgt, müsse der Werbungskostenabzug für die Immobilie anteilig gestrichen werden.