Mieterhöhung: Wohnwertverbesserungen durch Mieter dürfen nicht berücksichtigt werden

Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ist die Berücksichtigung einer vom Mieter erbrachten Wohnwertverbesserung im Rahmen einer Mieterhöhung unzulässig (Az.: VIII ZR 315/09).


Im vom BGH zu bewertenden Fall hatte der Mieter auf eigene Kosten ein neues Bad sowie eine Sammelheizung installiert. Als der Vermieter eine Mieterhöhung verlangte, bezog er sich auf die ortsübliche Vergleichmiete für Wohnungen mit Bad und Sammelheizung.

Die höchsten deutschen Richter stellten jedoch klar, dass die ortsübliche Vergleichsmiete für die Wohnung des Mieters anhand vergleichbarer Wohnungen zu ermitteln sei, die eben über kein Bad und keine Sammelheizung verfügen. Schließlich dürften vom Mieter finanzierte Wohnwertverbesserungen bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete nicht berücksichtigt werden.