Heizkostenverteilung: Änderung durch Mehrheitsbeschluss ist möglich

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Aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) geht hervor, dass Wohnungseigentümer den Verteilungsschlüssel für die Heizkosten durch Mehrheitsbeschluss verändern dürfen (Az.: V ZR 221/09).


Im Streitfall sah die ursprüngliche Heizkostenverteilung vor, dass die Kosten je zur Hälfte nach Verbrauch und nach Wohnfläche abzurechnen sind. Die Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft beschlossen allerdings mit der gemäß Gemeinschaftsordnung erforderlichen Dreiviertelmehrheit eine diesbezügliche Änderung. So sollten nunmehr sie Heizkosten zu 70 Prozent nach Verbrauch und zu 30 Prozent nach Wohnfläche berechnet werden. Einer der Eigentümer erhob hiergegen jedoch Anfechtungsklage.

Damit hatte der Kläger vor dem BGH aber keinen Erfolg. So entspreche die Änderung des Verteilungsschlüssels durchaus ordnungsgemäßer Verwaltung. Die Beschlusskompetenz der Wohnungseigentümergemeinschaft könne durch eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer weder eingeschränkt noch ausgeschlossen werden.