Fehlerhafte Wohnungsgrößenangabe ist nicht zwingend Mietminderungsgrund

,

Das Amtsgericht München (AG) hat mit einer Entscheidung vom 10.08.2010 festgestellt, dass falsche Angaben zur Wohnungsgröße eine Mietminderung legitimieren, soweit die tatsächliche Wohnfläche um mehr als 10 Prozent von der im Mietvertrag angegebenen Wohnfläche abweicht (Az.: 424 C 7097/09).

Voraussetzung ist jedoch, dass Vermieter und Mieter eine bestimmte Wohnungsgröße schriftlich fixiert haben. Nicht ausreichend wären in diesem Zusammenhang bloße Angaben in Zeitungsannoncen.

Im verhandelten Fall beschwerte sich die Mieterin bei ihrer Vermieterin, weil ihre Wohnung statt der in der Zeitungsannonce angegebenen 36 Quadratmeter lediglich 24 Quadratmeter aufwies. Als Konsequenz daraus nahm sie schließlich eine Mietminderung vor. Die Vermieterin hingegen argumentierte, dass der Mietvertrag nun einmal dazu keine Angaben enthalte.

Dem schloss sich das AG München an. Zwar würden falsche Angaben zur Wohnungsgröße um mehr als 10 Prozent grundsätzlich zur Mietminderung berechtigen. Allerdings hätten sich die Vertragsparteien im Vorfeld eben nicht schriftlich auf eine bestimmte Wohnungsgröße verständigt.