Vermieter braucht Kohleofen nicht überprüfen

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 01.06.2011 entschieden, dass den Vermieter keine Verpflichtung trifft, vorschriftsmäßig montierte Kohleöfen oder deren Wandanschlüsse ohne besonderen Grund zu kontrollieren (Az.: VIII ZR 310/10).


Im Rechtsstreit klagte eine Mietern auf Schadensersatz vom Vermieter, weil sich die Wandanschlüsse des Ofens gelockert hatten und infolgedessen Ruß entweichen konnte. Diesem Wunsch kam der BGH allerdings nicht nach.

Laut Urteilsbegründung hat sich sich die Instandhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht des Vermieters nicht darauf erstreckt, ohne besonderen Anlass die Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit des Ofens zu kontrollieren. Vielmehr genüge es, dass derartige Mängel unverzüglich von einem Fachmann behoben werden. Folglich sei ein Schadensersatzanspruch zu verneinen.