Anwohner müssen Orgelmusik ertragen

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In von einer Kirche ausgehender Orgelmusik ist lediglich eine „unwesentliche“ Lärmbeeinträchtigung“ zu sehen, die von den Anwohnern hingenommen werden muss. So urteilte das Oberlandesgericht Celle (OLG) am 29.06.2011 (Az.: 4 U 199/09).


Geklagt hatte eine Frau, deren Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Domkirche liegt. Sie fühlte sich vom Orgelspiel derart belästigt, dass sie den Rechtsweg beschritt und auf Unterlassung klagte.

Das OLG kam allerdings zur Überzeugung, dass die entsprechenden Grenzwerte eingehalten werden und folglich nur „unwesentliche“ Lärmbeeinträchtigungen vorliegen würden. Zudem habe sich das Gericht davon überzeugt, dass über die Einhaltung der Werte hinaus die Lärmimmissionen auch nicht aufgrund eines besonders unangenehmen Charakters unzumutbar sind.