Anwohner müssen Windkraftanlagen hinnehmen

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Die von einer Windkraftanlage ausgehenden Lärmimmissionen sind von den Anwohnern zu ertragen, insoweit die in der technischen Anleitung festgelegten Lärmgrenzwerte eingehalten werden. So urteilte das Verwaltungsgericht Darmstadt (VG) am 27.06.2011 (Az.: 6 L 425/11.DA).


Im Streitfall wollten zwei Anwohner gegen die immissionsrechtliche Genehmigung zum Betrieb zweier Windkraftanlagen vorgehen. Zur Begründung führten sie an, dass der von der Anlage ausgehende Lärm aufgrund bestehender gesundheitlicher Probleme nicht hingenommen werden müsse. Vielmehr müssten niedrigere Lärmgrenzwerte angewendet werden.

Dem schloss sich das VG nicht an. Der Urteilsbegründung zufolge seien individuelle Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten Betroffener nach dem im Immissionsschutzrecht geltenden differenziert-objektiven Maßstab für die Lärmbewertung grundsätzlich unbeachtlich. Vorliegend wären die Grenzwerte für ein Allgemeines Wohngebiet Beurteilungsmaßstab. Jene seien sogar unterschritten worden, weshalb der Bau der Anlagen hinzunehmen sei.