Kondenswasserflecken auf Parkettböden kein Minderungsgrund

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Laut einem am 20.04.2012 ergangenen Urteil des Amtsgerichts München (AG) handelt es sich Verfärbungen am Parkett nach einer Kondenswasserbildung um keinen zur Mietminderung berechtigenden Mietmangel.


In dem Fall, der unter dem Aktenzeichen 474 C 2793/12 verhandelt wurde, minderten die Mieter ihre Miete um 5 Prozent, nachdem sich infolge eindringender Feuchtigkeit dunkle Verfärbungen im Parkett gebildet hatten. Die Vermieterin hingegen argumentierte, dass die Mieter die Räume nur unzureichend heizen würden und erhob daher Klage auf Zahlung des rückständigen Mietzinses.

Damit hatte sie schließlich Erfolg. So handele es sich dem Amtsgericht zufolge hier um einen Mangel, der die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch nur unerheblich mindert. Infolgedessen sei die Minderungsbefugnis des Mieters ausgeschlossen, mit der Folge, dass der Vermieterin der rückständige Mietzins zugesprochen werden müsse.