Kündigung gerechtfertigt wenn Mieter nicht heizt

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Vermieter können von ihren Mietern verlangen, dass diese die Mietwohnung auch bei längerer Abwesenheit heizen. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Hagen vom 19. Dezember 2007 (Az: 10 S 163/07) hervor.

Ein Mieter, der über mehrere Jahre hinweg nicht geheizt hatte, weil er ständig abwesend war und die von ihm gemietete Wohnung kaum nutzte, erhielt von seinem Vermieter die Kündigung des Mietvertrags. Das wollte der Mieter nicht hinnehmen. Darum klagte der Vermieter zunächst beim Amtsgericht Schwerte auf Räumung.

Das Gericht gab der Klage statt, und der Mieter ging in die Berufung vor das Landgericht Hagen. Auch das dort gesprochene Urteil gab dem Vermieter recht. Das Gericht erkannte auf eine Pflichtverletzung seitens des Mieters. Dieser habe gegen die entsprechende Klausel des Formularmietvertrages, die ihn zum Heizen der Wohnung verpflichte, verstoßen. Grundsätzlich habe der Mieter die Pflicht, alles zu unterlassen, was zu Schäden in der gemieteten Wohnung führen könne. Das zumindest mäßige Heizen im Winter diene der Vorbeugung gegen Schimmelbildung und könne daher mit Recht eingefordert werden.

Zwar versuchte der Mieter noch nachträglich geltend zu machen, dass er die Wohnung sehr wohl geheizt habe, doch dabei verwickelte er sich in Widersprüche. Einmal gab er an, mit einem Propangasofen geheizt zu haben, dann wollte er einen Radiator benutzt haben. Vor dem Landgericht konnte er auch nicht schlüssig darlegen, warum er nicht schon früher das Heizen der Wohnräume angegeben hatte.